Wir müssen unsere Kinder in einer Zeit großziehen, in der sich die Technologie immer schneller weiterentwickelt. Gerade als wir uns an die sozialen Medien gewöhnt hatten, hielt die künstliche Intelligenz Einzug und stellte in Sachen Privatsphäre und Sicherheit im Internet.
Da dies in der Kindererziehung eine Priorität ist, um unsere Kleinen zu schützen, haben wir einen Beitrag mit Erläuterungen und Tipps für Familien zusammengestellt , damit sie sicher im Internet surfen können.
Schlüsselbegriffe: Datenschutz und Sicherheit im Internet
Vielleicht denkst du, dass Datenschutz und Sicherheit zwei Begriffe sind, die dasselbe bedeuten, wenn es um Kinder und das Internet geht, aber das ist nicht der Fall, und es ist wichtig, zwischen diesen beiden Begriffen zu unterscheiden.
Stell dir vor, dein digitales Leben wäre dein Zuhause:
1. Was ist Internetsicherheit? Das Schloss an deiner Tür.
Sicherheit bedeutet Schutz. Es sind die Tools und Maßnahmen, die verhindern, dass „die Bösen“ eindringen, Daten stehlen oder deine Geräte beschädigen. Es geht darum, vor Angriffen von außen geschützt zu sein. Es ist die Mauer, die du errichtest, damit niemand ohne Erlaubnis eindringen kann.
So sorgst du für mehr Sicherheit im Internet: Richte ein sicheres Passwort für dein WLAN zu Hause ein oder aktiviere die Zwei-Faktor-Authentifizierung auf Instagram.
Um zu verhindern, dass dein Kind dein Handy nach Belieben benutzt, ist es außerdem wichtig, dass es dein Passwort nicht kennt und dass das Gerät nur per Gesichtserkennung entsperrt werden kann.
2. Was ist Privatsphäre im Internet? Die Vorhänge an deinem Fenster.
Privatsphäre bedeutet Kontrolle. Es ist dein Recht zu entscheiden, welche Informationen du weitergibst, wer sie sehen darf und wofür sie verwendet werden. Es geht nicht darum, sich zu „verstecken“, sondern darum, zu wählen, welcher Teil deiner Privatsphäre öffentlich sein soll. Es geht darum, zu entscheiden, wen du hereinlässt und was diese Personen sehen dürfen, sobald sie drinnen sind.
So sorgst du für mehr Privatsphäre im Internet: Entscheide, ob du Fotos deiner Kinder in sozialen Netzwerken hochlädst, ob diese für alle sichtbar sind oder nur für deine engsten Freunde, oder verweigere einer App die Erlaubnis, deinen Standort zu verfolgen. Und teile in sozialen Netzwerken nicht den Namen deines Kindes, in welche Schule es geht oder in welchem Park es seine Nachmittage verbringt…
Der digitale Fußabdruck von Geburt an: Die Risiken beim Teilen von Fotos von Kindern (Sharenting)
Du hast sicher schon einmal von Sharenting, denn es ist ein Begriff, über den derzeit viel gesprochen wird, insbesondere im Zusammenhang mit Influencern, die ihre Kinder in den sozialen Netzwerken zeigen (und oft Werbekampagnen mit ihnen durchführen), oder Prominenten, die in Zeitschriften posieren.
Wenn es jedoch um die Sicherheit im Internet geht, bestehen die Risiken beim Teilen von Fotos von Minderjährigen auch dann, wenn beispielsweise eine Schule Fotos von Schülern hochlädt oder wenn du einem Verwandten oder Freund ein Foto deines Kindes schickst.
Außerdem ist es wichtig, dass ihr als Familie auf seinen Online-Ruf achtet – diesen digitalen Fußabdruck, den das Internet darüber hinterlässt, wer er ist, was er mag und was er tut, und von dem ihr nicht wisst, wie er sich in Zukunft auf ihn auswirken könnte.
Ein Kommentar, den du heute in einem Mütterforum gepostet hast, könnte beispielsweise in 20 Jahren vom Chef deines Kindes gelesen werden, da der digitale Fußabdruck nicht verfällt.
Tipp zur Internetsicherheit: So sehr du auch ein Foto deines Kindes teilen möchtest, denk daran, dass du nicht wissen kannst, wo dieses Foto oder Video letztendlich landet oder was damit gemacht wird (mit oder ohne KI). Achte immer darauf, wo du Fotos deiner Kinder teilst und wem du die Erlaubnis dazu gibst.
Internetsicherheit für Kinder je nach Entwicklungsstufe
Die Reife und das Denkvermögen eines 3-Jährigen unterscheiden sich von denen eines 12-Jährigen; daher müssen wir die Erklärungen zur Internetsicherheit an den jeweiligen Entwicklungsstand anpassen.
Wie man die Sicherheit kleiner Kinder im Internet gewährleistet
Oftmals ist uns gar nicht bewusst, wie leicht unsere Kinder Zugang zu den Geräten haben, die wir zu Hause haben, und es ist wichtig, dies zu kontrollieren, da sie sich in einer Entwicklungsphase befinden, in der es ratsam ist, ihre Bildschirmzeit zu begrenzen.
Tipps zum Schutz der Kleinsten im Haus:
1. Physische Begleitung: Es ist besser, wenn sie Bildschirme nicht alleine nutzen.
2. Auswahl der Inhalte: Achten Sie darauf, dass die von Ihnen verwendeten Apps in einer „geschlossenen Umgebung“ laufen, d. h. Ihr Kind kann keine Nachrichten von Unbekannten empfangen oder mit anderen im Chat kommunizieren; es gibt auch keine Schaltflächen, über die es die App verlassen und zu einer Werbe-Website oder zu Google gelangen könnte, und alle Inhalte der App wurden von Experten oder Algorithmen überprüft, um sicherzustellen, dass sie lehrreich und sicher sind.
3. YouTube Kids: Nutze nicht das normale YouTube. In der Kids-Version kannst du nach Altersgruppen filtern und die Suchfunktion deaktivieren, damit deine Kinder nur Videos sehen, die von Menschen geprüft wurden.
Sicherheitstipps für Kinder im Umgang mit dem Internet (Grundschule)
Wenn dein Kind bereits in der Grundschule ist, ist es wichtig, dass ihr zu Hause darüber sprecht, welche Risiken eine unkontrollierte Bildschirmnutzung mit sich bringt und welche Gefahren es bergen kann, wenn es „ungehindert“ im Internet surft.
Erkläre deinem Kind, was ein Fremder im Internet ist und wie dieser auftreten kann, ohne dass es :
–Wie ein Teamkollege in einem Spiel: Während du spielst, schreibt dir jemand im Chat, dass du sehr gut spielst, oder schenkt dir einen„Skin“ oder Münzen. Erinnere dich daran: Auch wenn er wie ein Freund wirkt – wenn du ihn nicht kennst, ist er dennoch ein Fremder.
-Als freundliche Person: Sie könnten ihn fragen, wie er heißt, auf welche Schule er geht, oder ihn bitten, ein Foto von seinem Lieblingsspielzeug zu schicken. Machen Sie ihm klar, dass er ihn, auch wenn er freundlich wirkt, überhaupt nicht kennt.
- Als Freund eines Freundes: Jemand schickt dir eine Einladung zum Spielen, weil er behauptet, deinen Cousin oder deinen Freund zu kennen. Auch wenn du ihn noch nie persönlich gesehen hast, ist er ein Fremder.
Kurz gesagt: Versuche zu vermitteln, dass Fremde nicht immer böse aussehen und dass sie in den allermeisten Fällen auftauchen, ohne dass sie es merken, und/oder sich dafür verkleiden (Avatare).
Außerdem gibt es 3 wichtige Tipps zur Internetsicherheit für Kinder , die du beachten solltest, wenn sie mit einem Handy spielen wollen:
1. Flugmodus für Spiele: Wenn ihr ein einfaches Spiel herunterladet, schaltet das Handy in den Flugmodus, um zu verhindern, dass ihr auf Werbeanzeigen klickt oder versehentlich etwas kauft.
2. Kindersichere Suchmaschinen: Nutze Suchmaschinen wie Kiddle, die nicht jugendfreie Inhalte herausfiltern und Ergebnisse mit kindgerechter Sprache und Bildern anzeigen.
3. Kontrollierte Spiele: Wählen Sie Spiele-Apps von Bildungsanbietern (wie Sago Mini, Toca Boca oder Lingokids), bei denen das Kind alleine spielt und es keine Interaktion mit anderen Nutzern gibt.
Tipps für Familien zum sicheren Surfen im Internet
Dein Kind muss sich darauf verlassen können, dass es sich an seine Familie wenden kann, wenn es verdächtiges Verhalten bemerkt. Und dafür ist es wichtiger, die Kinder aufzuklären, als ihnen die Nutzung von Bildschirmen zu verbieten.
Außerdem gibt es einige Tipps, die Ihnen helfen, Ihre Sicherheit zu gewährleisten:
- Tools zur Kindersicherung: Informiert euch über die Kindersicherung auf den einzelnen Geräten und macht euren Kindern klar, dass die Einrichtung dieser Funktionen kein Eingriff in ihre Privatsphäre ist, sondern zu ihrem Schutz dient.
-Grenzen setzen: Eine gute Lösung ist es, einen „digitalen Familienvertrag“ abzuschließen, in dem festgelegt wird, welche Geräte das Kind besitzen darf, wie lange, wo und wofür es diese nutzen darf.
-Überprüfung der Berechtigungen: Als Eltern habt ihr Zugriff auf die Passwörter eurer Kinder und überprüft regelmäßig, welche Apps Zugriff auf die Kamera und den Standort haben.
-Aktive Meldung: Erklärt ihnen, dass sie es euch sagen müssen, wenn jemand Kontakt mit ihnen aufnimmt und nach Informationen oder Fotos fragt.
-Technische Cybersicherheit: Überprüft bekannte VPNs, Firewalls und Software-Updates.
-Stichwort: Legt ein „Geheimwort“ fest, das nur die Familie kennt, damit ihr, falls jemand anruft und sich als ihr ausgibt (oder umgekehrt), danach fragen und so feststellen könnt, ob jemand eure Identität missbraucht hat.
Wie du siehst, ist die Datenschutz und Sicherheit im Internet für Kinder ein umfangreiches Thema, das sich unmöglich in einem einzigen Beitrag behandeln lässt. Wir möchten dir jedoch helfen, eine digitale Welt zu verstehen, die viel präsenter ist, als wir denken, und dir zeigen, dass es für den Schutz deiner Kinder entscheidend ist, dich weiterzubilden und sie zu begleiten.

Ich bin Cristina García Mula und entwickle seit über 10 Jahren Kommunikationsstrategien für die Kinderbranche. Bei Tutete teile ich Tipps und nützliche Informationen, um Familien dabei zu helfen, die Entwicklungsphasen besser zu verstehen und gesunde Beziehungen zu fördern.









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