Matilde Zornoza: Kinderärztin
Das Coronavirus – das Thema, das derzeit in aller Munde ist. Warum? Weil es sich um ein neues, bisher unbekanntes Virus handelt. Wir werden von den Medien mit vielen Informationen überschüttet, die oft etwas alarmistisch sind. Deine Besorgnis ist verständlich. Aber wir wollen versuchen, etwas Licht ins Dunkel zu bringen und dir zu erklären, wo du dich korrekt und ohne Panikmache informieren kannst.
Was ist das Coronavirus?
Die Familie der Coronaviren ist eine große Familie von Viren, die in der Regel Tiere befallen. Einige können jedoch von Tieren auf Menschen übertragen werden. Diese Viren verursachen alles von Erkältungssymptomen bis hin zu schwereren Erkrankungen.
Das Coronavirus, das derzeit in verschiedenen Ländern für Aufsehen sorgt, ist als SARS-CoV-2 bekannt. Wie du sicherlich in den Medien gehört hast, wurde es erstmals Ende 2019 in der chinesischen Stadt Wuhan nachgewiesen. Die dadurch verursachte Krankheit ist als COVID-19 bekannt.

Was fallen bei einem Kind oder einem Erwachsenen auf, das bzw. der an einer Coronavirus-Infektion leidet?
Meistens handelt es sich um einen leichten Krankheitsverlauf mit Atemwegsbeschwerden wie Husten oder Atemnot. Manchmal tritt auch Fieber auf. Seltener, aber dennoch in einigen Fällen, treten Symptome wie Durchfall und Bauchschmerzen auf. Gibt es schwere Verläufe? Leider ja. Die Infektion kann zu einer Lungenentzündung führen, eine Intensivbehandlung erforderlich machen und in den schlimmsten Fällen sogar zum Tod führen.
Nach den uns derzeit vorliegenden Zahlen liegt die Sterblichkeitsrate in China bei 2 % der Fälle. In anderen Ländern beträgt sie laut Weltgesundheitsorganisation jedoch 0,7 %. Seid alle unbesorgt, denn derzeit treten die schwersten Fälle in der Regel bei älteren Menschen oder bei Personen mit Vorerkrankungen auf.
Die bisherigen Daten deuten darauf hin, dass es sich bei Kindern um keine sehr häufige Infektion handelt und die Sterblichkeitsrate praktisch bei Null liegt. Daher gilt vorerst: Vorsicht und Gelassenheit.

Was sind die 6 wichtigsten Dinge, die man über das Coronavirus bei Kindern und Erwachsenen wissen sollte?
- Informiere dich ausschließlich über offizielle Kanäle. Das Gesundheitsministerium stellt sehr übersichtliche Infografiken und Informationen zur Verfügung, die laufend aktualisiert werden. Denk daran, dass es sich um eine Infektion handelt, deren Verlauf sich im Laufe der Tage ändern wird und die ständige Aktualisierungen erfordert. Vermeide es, alarmierende Meldungen zu lesen, die nur zu Panik und Hysterie führen.
- Wenn Sie bisher keine Reise in ein Risikogebiet unternommen haben, sollten Sie Ihren Alltag wie gewohnt fortsetzen. Welche Gebiete gelten als Coronavirus-Risikogebiete? Das Gesundheitsministerium aktualisiert diese Liste ständig.
- Suchen Sie aus mehreren Gründen nicht in der Apotheke nach einer Maske: Es ist unnötig, schürt die Panik und falls andere sie wirklich brauchen (zum Beispiel Krebspatienten), werden sie keine bekommen.
- Hast du dich in einem der Gebiete aufgehalten, in denen die Krankheit übertragen wird? Wenn du keine Symptome hast, kannst du dein normales Leben weiterführen. Es ist jedoch ratsam, deinen Gesundheitszustand in den nächsten 14 Tagen (das ist die maximale Inkubationszeit) etwas im Auge zu behalten.
- Hast du Husten, Fieber und/oder Atembeschwerden und bist du gerade aus einem Risikogebiet zurückgekehrt? Jetzt kommt der wichtige Teil: Bleib zu Hause in einem separaten Zimmer, mindestens 1 Meter von anderen Haushaltsmitgliedern entfernt, und melde dich telefonisch bei den Gesundheitsdiensten: Du kannst die 112 (rund um die Uhr) oder die kostenlose Nummer 900121212 (von 8 bis 20 Uhr) anrufen. Die Versorgung wird sich auf die Haushalte konzentrieren, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern. Es ist besser, wenn du nicht in die Gesundheitsstation gehst. Am Telefon wird man dir sagen, wie du dich verhalten sollst, und man wird zu dir nach Hause kommen, um dich zu untersuchen.
- Wie können wir eine Ansteckung verhindern? Genau wie bei jeder anderen Atemwegsinfektion: Vermeiden Sie engen Kontakt mit erkrankten Personen, bedecken Sie Mund und Nase mit dem angewinkelten Ellbogen, verwenden Sie Einwegtaschentücher und waschen Sie sich häufig die Hände.
Bleibt ruhig und befolgt die Anweisungen der Gesundheitsbehörden.









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