Babys können, genau wie Erwachsene, gelegentlich Schwierigkeiten beim Stuhlgang haben.
Wenn Babys noch sehr klein sind, ist die Koordination zwischen den Darmbewegungen und der Entspannung des Schließmuskels am After noch nicht gut entwickelt; daher kommt es häufig vor, dass Kleinkinder Phasen der Verstopfung durchmachen.
Wie kann ich feststellen, ob das Baby unter Verstopfung leidet?
Einigen Experten zufolge ist es normal, dass Babys, die mit Säuglingsnahrung ernährt werden, mindestens einmal am Tag Stuhlgang haben, manchmal sogar mehrmals am Tag. Diese Häufigkeit variiert je nach Baby, doch wenn das Kind wächst, haben sie im Alter von drei Monaten nur noch ein- bis zweimal am Tag Stuhlgang.
Demgegenüber stellt die Spanische Gesellschaft für Kinderheilkunde in Bezug auf gestillte Kinder fest: „Ab dem ersten Monat haben viele ausschließlich gestillte Babys nicht jeden Tag Stuhlgang. Das liegt daran, dass sich die Muttermilch so perfekt an ihre Bedürfnisse anpasst, dass praktisch alles verwertet wird und nur wenig ausgeschieden wird.“
Festzustellen, ob ein Baby unter Verstopfung leidet oder nicht, ist nicht ganz einfach, doch es gibt einige Anzeichen, auf die du achten solltest;
- Das Baby ist unruhiger als sonst; es weint ohne ersichtlichen Grund.
- Er bewegt seine Beine viel und man sieht, wie er vor Anstrengung rot wird.
- Er leidet häufig unter Blähungen und sogar Koliken.
- Du stellst fest, dass dein Bauch aufgeblähter und härter als sonst ist.
Wenn du den Verdacht hast, dass dein Kind unter Verstopfung leidet, bringe es zum Kinderarzt, damit dieser es untersucht und dir die beste Vorgehensweise für dein Baby empfiehlt.
So beugen Sie Verstopfung beim Baby vor
Der Kinderarzt muss beurteilen, ob das Baby unter Verstopfung leidet oder nicht, und je nach Alter und Ernährung des Babys die beste Lösung für das Problem finden.
Säuglingsnahrung
Auf jeden Fall gelten folgende allgemeine Empfehlungen, wenn das Baby mit der Flaschennahrung ernährt wird und bereits mit der Beikost begonnen hat:
- Zunächst sollten wir überprüfen, ob unser Kind ausreichend isst; manchmal kommt es vor, dass es keinen normalen Stuhlgang hat, wenn es nicht genug isst.
- Trink mehr Wasser: Wasser macht den Stuhl weicher und erleichtert den Stuhlgang.
- Verdünne die Flaschennahrung mit etwas mehr Wasser; manche Fachleute empfehlen dies bei gelegentlicher Verstopfung bei Babys, aber frag vorher immer deinen Kinderarzt.
- Massieren Sie sanft ihren Bauch; heben Sie ihre Beine an und massieren Sie sanft ihren Bauch.
- Wenn das Baby bereits Obst isst, gib ihm jeden Morgen etwas mit Wasser verdünnten Orangensaft.
Muttermilch
Wenn Ihr Baby hingegen gestillt wird, empfiehlt die Spanische Gesellschaft für Kinderheilkunde Folgendes:
- Vermeide es, den After mit dem Finger oder dem Thermometer zu reizen, da sich das Nervensystem des Babys sonst daran gewöhnen könnte, allein durch diese Reizung „groß“ zu machen.
- Gib dem Kleinen keinen Saft, keine Abführmittel und keine Kräutertees: Das Baby braucht nämlich nur Milch, und dies kann das Risiko für Durchfall und Infektionen erhöhen.
- Stillen Sie Ihr Baby häufig; eine gute Ernährung fördert den Stuhlgang
- Nimm es oft in den Arm
- Spiel so oft wie möglich mit ihm – Bewegung fördert die Verdauung bei Babys.
- Massieren Sie sanft ihren Bauch.
Hatte dein Baby schon einmal Verstopfung? Wie hast du das Problem gelöst?









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