Muss ich beim Kauf eines Kindersitzes das Gewicht und die Größe meines Kindes berücksichtigen, oder kommt es auf sein Alter an? Was ist dabei am wichtigsten?
Das sind Fragen, die sich Mütter und Väter stellen, wenn sie sich auf die Suche nach dem besten Kindersitz für das Auto machen.
Nun, bisher berücksichtigte die DGT zwei Variablen: Gewicht und Größe. Seit dem 1. September, als eine neue europäische Verordnung in Kraft trat, haben sich die Kriterien geändert.
Bei Tutete erklären wir dir, worin die wichtigsten Änderungen bestehen und worauf du beim Kauf eines Kindersitzes achten solltest.
Neue Vorschriften für Kindersitze im Auto: die zwei wichtigsten Aspekte
Seit dem 1. September dürfen nur noch Kindersitze verkauft werden, die gemäß der Norm R129 (bekannt als i-Size) zugelassen sind. Diese Norm unterstreicht, wie wichtig es ist, Kopf und Nacken von Kindern zu schützen. Dabei steht die Körpergröße des Kindes im Mittelpunkt , im Gegensatz zur Norm R44 (die bisher am häufigsten angewendet wurde) , die sich am Gewicht orientiert.
Der zweite wichtige Punkt ist die rückwärtsgerichtete Beförderung. Mit dem Modell R44 kann ein Baby bereits ab einem Alter von 9 Monaten in Fahrtrichtung sitzen. Mit dem Modell R19 ist es nun vorgeschrieben, dass das Baby bis zum Alter von 15 Monaten entgegen der Fahrtrichtung befördert wird. Das heißt, rückwärtsgerichtet.

Warum das Reisen in einem rückwärtsgerichteten Kindersitz für ein Baby am sichersten ist: Wir klären Ihre Fragen
Auch wenn wir dir in diesem Artikel erklären, warum Rückwärtsfahren die beste Wahl ist, und mit den Mythen rund um dieses Thema aufräumen, wollen wir dir nun die drei häufigsten Fragen zu diesem Thema beantworten.
1. Warum ist das Rückwärtsfahren die sicherste Option?
Besonders hervorzuheben ist, dass unser Kopf zwar 6–8 % unseres Gesamtgewichts ausmacht, bei einem Neugeborenen dieser Anteil jedoch bei etwa 25 % liegt. Da die Knochen eines Babys noch nicht voll entwickelt sind, ist sein Nacken zudem weniger widerstandsfähig gegenüber abrupten Bewegungen.
Bislang wurden Kindersitze in Crashtests geprüft, bei denen Frontal-, Heck- und Überschlagunfälle berücksichtigt wurden. Künftig werden auch Seitenaufprallunfälle einbezogen. Rückwärtsgerichtete Kindersitze schützen den Nacken, den Kopf und den Rücken des Kindes besser, da sie dafür sorgen, dass es an der Rückenlehne anliegt, wodurch die Beugung des Nackens verringert wird.
Tatsächlich kam die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in einer Studie zu dem Schluss, dass die Beförderung eines Kindes bis zum Alter von vier Jahren in einem rückwärtsgerichteten Kindersitz dazu führen kann, dass sich das Verletzungsrisiko bei einem Unfall um 80 % verringert.
Wenn das Kind hingegen in Fahrtrichtung sitzt, liegt die Wahrscheinlichkeit bei 50 % (und wenn es nur mit einem Sicherheitsgurt für Erwachsene gesichert ist, bei 32 %). Daher wird empfohlen, ein der Körpergröße des Kindes entsprechendes Kinderrückhaltesystem (KRS) zu verwenden.
2- Wie lange können wir den Kindersitz in rückwärtsgerichteter Position verwenden?
Auch wenn, wie bereits erwähnt, Ihr Kind bis zum Alter von 15 Monaten zwingend rückwärtsgerichtet transportiert werden muss, empfiehlt die DGT, dies aufgrund der zuvor genannten Zahlen so lange wie möglich beizubehalten.
3- Was passiert, wenn der Kindersitz meines Kindes nicht den Vorschriften entspricht?
Wenn dein Kindersitz der Norm R44 entspricht, ist seine Verwendung laut Vorschrift zulässig. Diese Kindersitze sind noch bis in acht Jahren zugelassen, aber es steht außer Frage, dass Kindersitze nach der Norm R129 sicherer sind.
Weitere Aspekte, die bei der Auswahl eines Kindersitzes für das Auto zu berücksichtigen sind
Sobald uns klar ist, wie wichtig es ist, ein Modell zu wählen, das den neuen Vorschriften entspricht, ist es an der Zeit, zwei Aspekte zu betrachten, die uns bei der Entscheidung für den einen oder anderen Stuhl helfen werden:
-Kompatibilität: Vergewissere dich , dass das Gerät mit deinem Auto kompatibel ist. Informiere dich dazu im Geschäft (in vielen Geschäften kannst du es vorher ausprobieren).
-Befestigungssystem: Isofix oder Sicherheitsgurt. Isofix wird von der DGT empfohlen, da es das Risiko einer falschen Befestigung verringert (was häufiger vorkommt, als wir denken).
Es gibt viele Hersteller von rückwärtsgerichteten Kindersitzen. Am besten lässt du dich in einem Fachgeschäft beraten.
Zusatzausstattung für eine sichere und angenehme Autofahrt
Schließlich gibt es noch weitere, zwar „weniger wichtige“, aber dennoch sehr nützliche Dinge, wenn man mit Kindern auf der Straße unterwegs ist.
Beachte diese Tipps (egal, ob dein Kind in Fahrtrichtung oder entgegen der Fahrtrichtung sitzt):
-Rückspiegel: Befestige diesen Spiegel an der Kopfstütze vor deinem Baby. So kannst du es im Blick behalten und unter anderem sicherstellen, dass der Sicherheitsgurt noch richtig sitzt. Außerdem lieben es die Kleinen, sich selbst zu entdecken und mit ihrem Spiegelbild zu spielen.
-Gurtwächter: Auch wenn der Sicherheitsgurt beim Starten des Autos richtig angelegt ist, gibt es Kinder, die ihn sich abnehmen können. Beuge Schreckmomenten mit Houdini vor.
-Sonnenschutz: Was Kinder im Auto am meisten stört, ist, wenn die Sonne direkt auf sie scheint. Hier ist die Lösung.
-Aufbewahrungsbehälter: zum Verstauen der Wasserflasche (am besten ein tropffreier Becher), von Bilderbüchern, Spielzeug … Ein Aufbewahrungsbehälter sorgt für Ordnung im Auto und ermöglicht es den Kindern, selbstständig zu sein. Bei einem Rücksitz können sie die Dinge zwar nicht selbst erreichen, aber die mitfahrende Person kann sie ihnen reichen.
Wir von Tutete hoffen, dass dieser Artikel über rückwärtsgerichtete Kindersitze für dich hilfreich war, deine Fragen beantwortet hat und du nun weißt, worauf du achten musst, damit deine Kinder sicher (und bequem und gut unterhalten) im Auto mitfahren können.
Wenn Sie Fragen zu einem Produkt haben, wenden Sie sich gerne unverbindlich an uns. Wir helfen Ihnen gerne weiter.









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