Eine der häufigsten Fragen von Müttern, die sich für das Stillen als Ernährungsform für ihr Baby entscheiden, betrifft die Verträglichkeit des Stillens mit Medikamenten.
Die AEPED stellt Fachleuten und Laien einen kurzen, aber äußerst umfassenden Leitfaden zur Verfügung: „Stillen und Medikamente – eine fast immer mögliche Vereinbarkeit“, der sich mit allen Aspekten rund um Medikamente und Stillen befasst. Sie empfehlen die Seite von
Auf e-lactancia.org, einer Website, die von der Kinderabteilung von Dr. Paricio im Krankenhaus Marina Alta in Denia (Alicante, Spanien) erstellt wurde.
Es handelt sich um die führende Informationsquelle in ganz Spanien zu diesem Thema: Auf dieser benutzerfreundlichen Website in spanischer Sprache finden Sie Hilfe, um die richtigen Entscheidungen zu treffen – angesichts von rund 1500 verschiedenen Optionen, mit denen eine stillende Mutter konfrontiert sein kann.
Die verstreuten Informationen, die Widersprüche oder feinen Nuancen je nach konsultierter Quelle, die Schwierigkeiten bei Listen, die nicht alphabetisch, sondern nach therapeutischen Gruppen geordnet waren, das Fehlen von Listen in spanischer Sprache und der eingeschränkte Zugang zu Informationen in Papierform führten dazu, dass im Jahr 2000 die Abteilung für Pädiatrie in Zusammenarbeit mit der Apotheke des Krankenhauses Marina Alta eine Datenbank in Microsoft Access auf, die ursprünglich für das Krankenhaus-Intranet bestimmt war. Dabei wurden die Fachliteratur und relevante Internetrecherchen zum Übergang zur Muttermilch sowie zu den möglichen Auswirkungen von Medikamenten und anderen Produkten auf den Säugling oder das Stillen ausgewertet.
Erst später, im Jahr 2002, wurde es möglich, über das Internet (e-lactancia.org) auf die Seite zuzugreifen, und zwar mithilfe einer Suchmaschine, die auf einer ständig wachsenden und aktualisierten Datenbank basierte.
Die AEPED enthält in ihrem Artikel „Medikamente und Stillen“ eine Reihe interessanter Schlussfolgerungen zu diesem Thema, in denen sie zudem die Website erwähnt, von der wir bisher gesprochen haben:
Schlussfolgerungen:
- Oftmals werden Medikamente für die Mutter vermieden oder das Stillen unterbrochen, obwohl die Behandlungen offiziell als stillverträglich gelten.
- Ein Abbruch der Schwangerschaft kann Folgen für die Gesundheit von Mutter und Kind haben.
- Bevor einer stillenden Mutter ein Medikament verabreicht wird, sollte geprüft werden, ob das Medikament wirklich notwendig ist, und das sicherste Mittel ausgewählt werden.
- Die Hinweise zum Stillen in den meisten Beipackzetteln (und im Vademecum) stützen sich nicht auf wissenschaftlich belegte Daten und lassen die Vorteile des Stillens für die Gesundheit von Mutter und Säugling außer Acht. Wir empfehlen, die Online-Datenbank unter www.elactancia.org zu konsultieren.
- Abgesehen von Krebsmedikamenten und Drogen, die im gesellschaftlichen Kontext missbraucht werden, sind nur vier Medikamente während der Stillzeit absolut kontraindiziert: Phenindion, Amiodaron, Ergot-Derivate und Jodide.
Wir hoffen, mit diesen Zeilen etwas Klarheit in ein Thema gebracht zu haben, das immer wieder auftaucht und das wir im Interesse der damit verbundenen Sicherheit unbedingt verstehen müssen
Literatur zu diesem Thema: „Medikamente und Stillen“ von Thomas W. Hale









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